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CATENACCIU DER HEILIGEN LUCIA VON TALLANO

Der Catenacciu: eine heilige Tradition Karfreitagsprozession, die tief in der korsischen Tradition verwurzelt ist. Ein anonymer Büßer, der in Ketten gelegt ist und das Kreuz trägt, zeichnet die Passion Christi durch die Gassen der Dörfer nach, in einer Stille, die von Emotionen und Inbrunst geprägt ist. Ein ergreifendes Ritual!

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Jeden Karfreitag werden im Herzen Korsikas die Gassen der Dörfer mit Stille, Inbrunst und Erinnerung aufgeladen. Es ist die Zeit des Catenacciu (gefesselter Mann), einer erschütternden Prozession, die die Passion Christi nachzeichnet.

Der Weg beginnt an der Kirche und führt durch die engen, in Fackellicht getauchten Gassen bis zum Kloster. An der Spitze steht ein namenloser Büßer, der an den Füßen gefesselt ist und mit einem schweren Kreuz auf der Schulter langsam voranschreitet. Er verkörpert Christus auf seinem Leidensweg.

Um ihn herum nimmt die Prozession Gestalt an: vier Männer in Weiß, sechs Büßer in Schwarz und ein Baldachin, unter dem ein liegender, weiß drapierter Christus ruht. Alle gehen barfuß, begleitet von den Gläubigen, die unablässig "Perdono, mio Dio", das alte Bußlied, singen.

Auf dem Weg stürzt der Catenacciu dreimal. Jeder dieser ergreifenden Stürze markiert eine Etappe auf diesem symbolischen Leidensweg. Die Stille ist dicht, die Emotionen kochen hoch. Und als der Zug nach dem Kloster wieder in die Kirche zurückkehrt, scheint das ganze Dorf beruhigt zu atmen.

Zwischen Glaube, Ritus und Identität ist der Catenacciu nicht nur eine Tradition: Er ist ein lebendiger spiritueller Weg, der von Generation zu Generation weitergegeben wird und im Herzen der korsischen Seele liegt.

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